Da wir eine neun-stündige Busfahrt zu bestreiten hatten, entschieden wir uns, morgens um 8Uhr ein paar Scheinchen mehr hinzublättern und uns einen VIP-Bus zu gönnen. Im Vorfeld haben wir schon versucht, herauszufinden, was die Unterschiede zwischen all den Tarifen sein mögen, sind aber gescheitert.
Es hieß, es gäbe in diesem Bus neben einer Toilette auch Getränke und Snacks und das Mittagessen sei auch inklusive. Von außen sah der Bus aus, wie ein großer, normaler Reisebus und innen waren nur schöne Polstersessel und weit und breit keine Plastehocker oder Ausklapp-Reservesitze zu sehen.
Was VIP war:
Der Bus war tatsächlich nicht überbucht, es waren sogar noch wenige Plätze frei.
Was weniger VIP war:
Getränke= EINE 200ml Flasche Wasser pro Person
Snacks= EIN Biskuitriegel pro Person
Mittagessen: etwas kleine Portionen, aber eigentlich ganz okay
Die Toilette durfte nicht benutzt werden, was sich aber als vernünftige Regelung herausstellte.
Was nicht VIP war:
Es begann zu regnen und stetig durch das Dach zu tropfen, sodass Nico einen Großteil der Reise unter seinem Regenschirm verbrachte.
Was diesen Trip so besonders machte: Es ging auf einer Bergstraße durch ein Gebirge, wo es fanatstische Aussichten gegeben HÄTTE, WÄRE da nicht eine komplett geschlossene hartnäckige Wolkendecke gewesen, die sich entweder direkt unter uns oder um uns herum befand. So hatten wir von dem ersten Teil der Reise schon mal nix. Durch den beständigen Regen der letzten Woche hatte es viele Steinschläge gegeben, und Teile der Hänge waren mitsamt Bäumen auf die Straße gerutscht, während an anderen Stellen die Straße eingebrochen war. Die Aufräumarbeiten waren noch nicht abgeschlossen, und es ging an vielen Stellen nur einspurig voran, sodass wir oftmals lange warten mussten.
Zum Glück hatten wir genügend Knabbereien SELBST mitgebracht und zusätzlich zu dem spärlichen Mahl an einer Raststätte noch einmal gegessen, sonst wären wir wohl glatt verhungert, denn der Trip dauerte statt der neun Stunden nun doch ganze vierzehn…