Diesmal fuhren wir mit dem Bus von Chiang Mai nach Mae Sai, das an der birmesischen Grenze liegt, um uns neue 15 Tage Thailand zu kaufen. Dort sollte es etwas entspannter zugehen, denn man musste nur auf einer Brücke den Fluss überqueren, um sich für 10 Dollar den Stempel zu holen.

Wir kamen aber erst recht spät an der Grenze an, denn natürlich gab es den Bus zur ausgewählten Zeit gar nicht und der spätere, existente Bus hatte die obligatorische Verspätung.

(Wobei auch hier gesagt werden muss: in Thailand fahren die Züge und Busse recht verlässlich, sind günstig und sauber und man kann sich insgesamt GAR NICHT beschweren, sondern muss einfach min. eine Stunde Verzögerung einplanen!)

Diesmal wurde bei einem Polizei-Checkpoint tatsächlich ein junges Pärchen rausgezogen und musste da mitten in der Einöde aussteigen…

Nun denn! Wir eilten zur Thai-Stempel-Stelle, über die Brücke in das birmesische Immigration Office und reichten den Beamten zuversichtlich die Pässe und die makellosen 10 Dollar-Scheine. Diesmal wollte der werte Herr dann aber plötzlich lieber die 500 Baht (=16,50 USD). Wir widersprachen, dass es aber 10 Dollar ODER 500 Baht kostet und wir ja die Dollars hätten und machten klar, dass wir nicht in Baht bezahlen wollen. Nico hatte gelesen, dass man auch in der Tourist-Information ein Haus weiter seinen Stempel bekommen kann und da wir echte Sparfüchse sind, wollten wir dorthin. Wir gingen raus in Richtung Information, wurden aber sofort zurückgerufen (zurückgeschrien!) und wieder in das Büro geschoben, was mir dann schon gar nicht mehr geheuer war. Der Typ befahl uns dann auch gar uncharmant, doch gefälligst da zubleiben. Nico und ich bekamen uns dann auch noch in die Haare, weil ich wieder Schiss hatte und lieber fix die 500 Baht bezahlt hätte, als mich mit denen da anzulegen. Aber Herr Kendik blieb wehrhaft, der Typ begründete die Mehrkosten mit der Uhrzeit (nur noch 20 Minuten bis Feierabend, da kann schon mal nen kleinen Aufschlag verlangen!) und plötzlich nahm der birmesische Fiesling die Dollars dann doch an.

Puuuh, fix zurück, thailändisch Stempeln lassen und erstmal durchatmen.

Mae Sai ist ein einziger Markt rund um den Grenzübergang, wir waren eh nicht in Sightseeing-Laune und wollten nur ins Bett und am nächsten morgen schnell wieder weiter.

Abends wurde es auch dort richtig kühl und so schliefen wir in unserem hässlichen Guesthouse erstaunlich gut. Sogar Nico, der sich opferte und auf der „Holz“matratze nächtigte, hat sich nicht beklagt.