Matsch-See

Matsch-See

Rotorua stellten wir uns als ein Paradies voll entspannender heißer Quellen vor, in die wir nach dem vielen Regen nur zu gerne eintunken wollten. Wir wanderten durch den örtlichen Park, in dem es umzäunte, brodelnde Pfützen und See-chen in allen möglichen Formen und Farben gab. Eins hatten sie jedoch alle gemeinsam: einen atemberaubenden Duft nach faulen Eiern, der sich über die ganze Stadt legt. Natürlich musste man für die Quellbäder überall Eintritt zahlen und so einladend sahen die Bilder der Tunkanstalten wirklich nicht aus. Nicos Hartnäckigkeit (oder war da eine Spur Charme im Spiel?) verdankten wir mal wieder einen Geheimtipp von der Touristoffice-Tussi: hinter dem größtem Matsch-See gleich rechts gäbe es Möglichkeit sich ganz für umme in die heißen Ströme zu versenken. Also auf, auf zu den Twin-Streams. Dort treffen ein heißer und ein kalter Bach aufeinander und nebenbei auch die Locals und findigen anderen Touris. Man konnte sich seine Lieblingstemperatur aussuchen und nach einem Bad in den heißeren Gefilden einfach in den kaaaahaaalten Fluss schwimmen. Das war nun wirklich ganz fabelhaft. Neben dem Genuss des Badens selbst gehörte es einfach dazu, sich mit den Mitbadenden zu unterhalten. Am zweiten Tag wurden wir darauf hingewiesen, dass es kosmetisch wertvollen Sand im Flussufer gab, den ich mir sogleich ins Gesicht schmierte. Neben dieser Behandlung hatte Nico mir vom größten Matsch-See (ein See aus -jawoll! -vulkanischem Schlamm, aus dem es konstant herausblubberte und -stank) ein bisschen heilende Pampe herausgefischt. Muss sagen, hat bis jetzt nicht viel Anwendung gefunden, denn mit einem Matsch-Gesicht auf dem Campingplatz zu sitzen habe mit bis jetzt verkniffen.
Die zwei Tage gingen also mit tunken, quatschen und Gesichtspflege vorüber und wir fuhren dann furchtbar entspannt rüber zum East Cape, um den Pacific Highway zu befahren.