Das deutsch-australische Pärchen Dani und Dave (die wir in Thailand kennengelernt und in Laos leider „verloren“ haben) war kurz nach uns in Australien eingetrudelt und lud uns zu Dave’s Eltern in den Busch ein. Endlich mal raus aus dem Kaff Windaroo/Beenleigh mit seinen villenartigen Einfamilienhaus-Anlagen und ab in die Natur!

Zu Pegs und Bernies Haus führte eine rote Schotterstraße durch Kuhwiesen und hügeligen Buschwald, die nächsten Nachbarn waren zwar nicht so weit entfernt, dafür aber der zugehörige Ort Cooyar mit seinem Supermarkt und dem obligatorischen Dorf-Hotel. Eine knappe Woche verbrachten wir in dem total heimeligen Haus mit Ofen (der rund um die Uhr heizte, da es echt frisch werden konnte), genossen das frische Gemüse aus dem Garten, riesige Steaks, täglich frischen passionfruit-Kuchen und die abendlichen Kanasta-Runden, lebten von Regenwasser und unternahmen den ein oder anderen Ausflug in nahegelegene Nationalparks. Rund um das Grundstück pirschten wir uns an die Wallabies, beobachteten die verschiedenen Papageienarten und versorgten die Schafe und eine verwaiste Ziege mit diversen Leckereien. Weitere Tierbegegnungen fanden mit einer sehr giftigen, aber zum Glück verschlafenen tigersnake und einer lauten Flughundkolonie statt.

Peg und Bernie haben einen großen Camperbus, mit dem sie vor kurzem elf Monate lang durch Australien gereist sind (was mich total beeindruckt hat) und einen kleinen Van, den sich Dani und Dave für ihre Tour ausliehen. Die Zeit „da draußen“ haben wir total genossen, natürlich auch weil wir so verwöhnt wurden, aber vor allem, weil Peg und Bernie sooooo herzliche, zufriedene, freundliche Menschen sind und es einfach so richtig entspannt dort zuging.

Wir hoffen auf jeden Fall, dass die beiden bald wieder auf Achse sind und dass wir sie nochmal treffen können.