Unser Übernachtzug setzte uns morgens um fünf schlaftrunken auf dem Bahnhof „Kuala Lumpur City“ ab und da noch nichts anderes geöffnet hatte, gönnten wir uns die Mc Donald’s Family Breakfast Box, die erstaunlich leckeren Kram beinhaltete. Dann glitten wir mit dem Skytrain durch das aufwachende KL nach Chinatown und bezogen unser wohl uncharmantestes Zimmer ever. Eine fliederfarben gestrichene Box mit zwei durchgelegenen Einzelbettchen und 50cm Platz dazwischen und am Fußende. Immerhin war ein Ventilator vorhanden, der die stickige, heiße Luft dann durch das Fensterchen zum Flur (!) mit ebenso muffliger austauschte. Das Gemeinschaftsbad war zwar okay, aber doch sehr simpel ausgestattet und hatte sogar Fenster nach draußen. Eine Terrasse auf dem Dach und freitags Abendessen umsonst machten viel wieder wett, nur der Preis von 30 Ringit (knappe 10€) war im Vergleich zu thailändischen und laotischen Verhältnissen recht hoch.
KL hat ein ähnlich hohes Verkehrsaufkommen wie Bangkok, nur läuft es etwas gemächlicher und man fühlt sich als Fußgänger recht sicher. Die Innenstadt ist vollgestopft mit Mega-Skyscrapern und Towers, die zu ihrer Zeit auch mal die höchsten waren, dazwischen tummeln sich bunte, flache Häuserreihen im Kolonialstil, endlose Einkaufszentren bzw. Märkte und riesige Moscheen. Man sieht vor allem Inder und Chinesen, die zu unserer Freude auch die Küche KL’s beeinflussen.
Nach einem kleinen Stadtbummel hatten wir schnell gefüllte Mägen und schon genug vom Trubel, also machten wir uns auf den Weg zum botanischen Garten, den wir nach einem ungewollten Abstecher auf eine Autobahnbrücke sehr genossen.

mitten inne Oschidähn drinne!
Mit etwas mehr Zeit hätten wir uns KL sparen können und unsere Zugfahrt lieber woanders unterbrechen sollen, um einen besseren Eindruck von Malaysia zu bekommen.