Das Songthaew von Mae Salong um 11h hätten wir aufgrund der missverständlichen Zeitangabe beinahe verpasst, aber der übelst korrekte Inhaber unseres Guesthouse ist schnell mit dem Motorrad hinterhergepest und hat es zurückgeholt. Gut für die Fahrerin (die erste Dame in diesem Business bisher), denn wir waren eine lange Strecke die einzigen Insassen. Nach 20 Min Fahrt wurde dann auch erst mal eine halbe Stunde pausiert. Diese Zeit nutzten wir, um mit einer Suppe à la „Allerlei obskures Fleisch mit Nudeln und Kräutern“ inkl. hartgekochtes Ei mit Sojasauce in den Reisetag zu starten.

im Songthaew

im Songthaew

Wir fielen aus dem Songthaew direkt in den Anschlussbus nach Chiang Saen, also geniales Timimg trotz Suppenpause. Der Weg führte über eine wahre Staubpiste, da die Straße sich noch im Bau befindet und gewöhnte unseren Lungen in null komma nix die frische Bergluft ab.

Chiang Saen war unser erster Ort am Mekong, dort blieben wir notgedrungen über Nacht, denn die Shuttle-Songthaews zur Grenze fahren leider nur vormittags, oder zu wahren Wucherpreisen. Unsere Unterkunft gehörte einer wunderlichen Hundenärrin, war verstaubt und bisserl ollsch, erfüllte ihren Zweck aber für eine Nacht.

so gemütlich kann es in einem leeren Songthaew sein

so gemütlich kann es in einem leeren Songthaew sein

Am nächsten Morgen wollten wir nur ja früh an der Shuttle-Haltestelle sein, um nicht wieder den Anschluss zu verpassen und so wurde der Wecker auf 6:45h gestellt. Netterweise und sicherheitshalber wurden wir um halb sieben dann von einer Verkäuferin o.Ä. geweckt, der es nicht reichte, im Garten rumzukrakeelen, nee sie musste zum Fenster reinschauen (wo ich nur halb-bedeckt gegen den Halbschlummer ankämpfte ) und erneut lauthals ihre Ware anpreisen.

Das erste Songthaew sollte um 7:30h abfahren, oder wenn acht Leute zusammengekommen waren. Dummerweise fanden wir auf dem Weg keine Frühstücksmöglichkeit, noch dümmererweise mussten wir ca. zwei Stunden auf die Abfahrt warten und allerdümmsterweise waren im Songthaew nicht acht Leute, sondern 15 samt ihrer irdischen Habe. Der Weg erschien in der Enge noch länger und kurviger als sowieso schon und wir klapperten sämtlicher Käffer ab, um hier und dort jemanden abzusetzen. Das war nüscht, so ganz ohne Frühstück und uns wurde es etwas blümerant um die Magengegend… Im Nachhinein war das eine gute Vorbereitung auf das Reisefeeling in Laos…

In der Grenzstadt Chiang Khong machte sich Nico mit der sympathischen Bremerin Nici, der wir im Songthaew NAHE GEKOMMEN waren, auf die Suche nach Dollars, während ich als Gepäckwachhund zurückgelassen wurde. Auch hier schwappte schon ein der laotische Lebensstil rüber und die Leute. Samt den Officers waren sehr relaxed. So richtete ich mich samt Buch dort häuslich ein, was auch gut war, denn die Jagd nach Dollars beanspruchte ganze 2 ½ Stunden. In insgesamt vier Banken ergatterte Nico insgesamt 54 US$, man beachte, dass er tatsächlich vier einzelne 1 US$-Scheine erbeutete und zum Glück auch endlich etwas Obst zum Frühstück. Endlich reichte das Geld für das Visum in Laos.

Wir ließen uns über den Mekong schippern, reichten die Dollars samt Unterlagen über den laotischen Tresen und enterten ganz ohne Querelen unser zweites Reiseland Laos.