Nach Koh Samui sind wir eigentlich nur gefahren, weil Nico Kontakt zu Thomas aufgenommen hatte, der dort lebt und daran arbeitet, künstliche Korallenriffe aufzubauen. Ich erkläre jetzt hier nicht, wie das so läuft (google: biorock), meine Berichte sind ja auch so ausführlich genug :-). Keine Angst, dieser hier wird zur Abwechslung mal etwas kürzer, glaube ich!

Thomas meinte jedenfalls, dass er gerade in Bangkok war und viel Material dort gekauft hat, was er nun „verbauen“ möchte. Dabei wollten wir helfen und verzichteten so auch auf die fullmoon-party auf Koh Phangan. Wir durften in seinem Haus wohnen, das wir uns recht luxuriös vorgestellt hatten, was sich aber als Junggesellenkramhöhle entpuppte. Vor allem die Küche war total unpraktisch eingerichtet, hielt uns aber nicht davon ab, jeden Abend zu kochen.

Thomas und sein "Grill"

Thomas und sein "Grill"

Das sah dann so aus: ca. gegen 21Uhr fiel uns allen auf, dass man überraschenderweise Hunger hat und ja mal anfangen könnte, zu kochen. Dann gab es gegen 22-23 Uhr folgendes Menü: Reis für den Golden Retriever „Si“, vom Markt mitgebrachtes Thaifood für Dschi, Thomas Freundin (mittlerweile Frau), Salat und Nudelgerichte für Thomas und uns und frisch gegrilltes Hühnchen für alle. Natürlich probierte jeder von allem und obwohl alles zusammengestümpert war und man erst dachte, man hätte gar nichts zum Kochen im Haus, wurde es immer reichlich und lecker. Danach gab’s noch ne DVD als Betthupferl und so kamen wir dort immer recht spät in die Falle.

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Die Tage verliefen (leider) alle ohne Arbeit und ziemlich ähnlich: lange schlafen, Internet und lesen, gegen Nachmittag an den Strand, wo Nico Dschi schwimmen und schnorcheln beigebracht hat und ich mich mit Si und seinem geliebten Tennisball vergnügt habe und man planschte, bis die Sonne untergegangen war. Si ist der badefreudigste Hund, den ich je gesehen habe und der erste überhaupt, der auch tauchen kann.


Von der Insel haben wir nur ein kleines Stück gesehen, als wir uns ein Moped geliehen haben und zu einem furchtbaren Einkaufszentrum gefahren sind. Der Verkehr auf Koh Samui ist furchtbar und die Leute fahren noch zehnmal schlimmer als wir es bisher gewohnt waren. Dummerweise verbrachten wir fast den ganzen Tag in diesem Laden, weil wir uns eingebildet haben, wenn wir selbst kochen, MUSS es ja günstiger werden. Pustekuchen! Wir gaben viel Geld aus, von dem wir sonst mehr als nur diese fünf Tage hätten leben können… Dafür gab es eben auch mal lecker „western food“.

mit Thomas und Dschi auf der Autofähre

mit Thomas und Dschi auf der Autofähre

Es wurde für mich dann auch höchste Zeit, da loszukommen und wir (inkl. Thomas) mussten eh nach Ranong, das an der Grenze zu Birma (Myanmar) liegt, um den ersten Visa run zu unternehmen.